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Berge versetzen mit Selbst-Performanz

„Ein starker Wille kann Berge versetzen“-

Es ist kein Zufall, dass dieser Glaubenssatz, so oder ähnlich, so tief in vielen Kulturen verankert ist. Niemand wird daran zweifeln, dass ein starker Wille, oder Glaube, eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, Ziele zu erreichen und Pläne zu realisieren.

Warum werden dann aber so wenige Absichten, Ziele in langfristiges Handeln umgesetzt? Im Alltag kennen wir das: wir wollen aufhören zu Rauchen, uns gesünder ernähren oder mehr bewegen. Doch dann tritt immer wieder etwas ein, was der Volksmund als „inneren Schweinehund“ kennt, der diese guten Vorsätze wieder zum Scheitern bringt.

Aber nicht nur diese alltäglichen Beispiele sind es, die uns zu denken geben. Nur ein geringer Prozentsatz neuer, unternehmerischer Ideen und Pläne werden wirklich realisiert. Dabei wären viele dieser Projekte geeignet erfolgreich zu werden.

Welcher Mechanismus steckt also dahinter, der uns daran hindert, unser Leben nachhaltig so erfolgreich zu gestalten, wie wir es uns wünschen und oftmals planen?

Die Gesamtheit der Sozialwissenschaften, der Biologie und selbst der Medizin, forscht seit Jahrzehnten nach den wirklichen Ursachen dieses Verhaltens.

Mit den bildgebenden Verfahren der Gehirnforschung, die in den letzten Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung gewannen, konnten viele Erfahrungen der Praxis belegt, aber auch neue Erkenntnisse dazugewonnen werden. Jetzt war es möglich, dem Gehirn bei der Arbeit zuzusehen. Es bestätigte sich, was die Lernpsychologie schon aus der Umsetzung der „affektiven Lernziele“ kannte: Gefühle spielen eine sehr bedeutende Rolle. Die Gefühle, bzw. Emotionen wiederum, werden entscheidend von unseren Wahrnehmungen mit allen unseren Sinnen, d.h., letztlich von unserem gesamten Umfeld, nicht nur stark beeinflusst, sondern auch nachhaltig geprägt.

Die folgenden Ausführungen sollen diese Wirkmechanismen unserer Persönlichkeit, unserer Ressourcen und Potenziale durchleuchten – vor allem im Kontext unseres alltäglichen Wahrnehmungsumfeldes und unserer täglichen Erlebnisse.

Unser Arbeitsumfeld hat dabei einen wichtigen Stellenwert. Permanent ansteigende Erkrankungen und Totalausfälle im Erwerbsleben, sind alarmierend. Entgeltfortzahlungen der Arbeitnehmer bei Erkrankung und Heilverfahren, sind der größte Posten der Sozialleistungen.

Menschen, die in der Lage sind, mit Emotionen bewusst umzugehen, sich selbst und Mitmenschen achtsam behandeln, vor allem aber, sich immer wieder mit der nötigen Energie „aufzutanken“, sind weniger krank und insgesamt erfolgreicher. Diese Eigenschaft zeigt sich in einer hohen Entscheidungs- und Handlungskompetenz. In den Neurowissenschaften wird sie auch Volitionale Kompetenz genannt. Wir nennen sie „Selbst Performanz“. Selbst Performanz soll verstanden werden, als die Fähigkeit, selbstbestimmt die individuellen Kompetenzen in reale, nachhaltige Handlungen umzusetzen.

Hintergründe, Entwicklungsmöglichkeiten und Auswirkungen in der Praxis, behandelt dieser BLOG. Lesen Sie demnächst die Fortsetzung dieses Themas. 

Wird in Kürze fortgesetzt!

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